Die gegenseitige Begrüßung im Islam
04. November 2022
9. Rabi al-Ahir 1444Verehrte Muslime,
in unserer heutigen Hutbe geht es um die Bedeutung des „Selam”, des Grußes im Islam.
Der Islam hat die Muslime zu Brüdern und Schwestern erklärt und den Fortbestand dieser Brüderlichkeit an bestimmte Grundsätze geknüpft. Einer von ihnen ist der Gruß.
Gegenseitige Grüße tragen dazu bei, die Zuneigung zwischen den Muslimen zu verbreiten und das Gefühl der Brüderlichkeit zu stärken. Das Grußwort „Selam (Friede)” ist einer der schönsten Namen Allahs.
Die Begrüßung mit dem Grußwort „Selam” ist gleichzeitig ein Bittgebet für ein langes und fruchtbares Leben, frei von Sorgen und Schlechtigkeiten. Die Dschennet wird daher als „dar as-selam” bezeichnet, was so viel heißt wie das Haus des Friedens. Denn sie ist ein Ort, an dem Leben frei von aller Art von Sorgen stattfindet.
Die Begrüßung gehört zu der Sunna des Islams und erfolgt lediglich mit Formeln, die den Namen Allahs „Selam” beinhalten, wie „Selamun aleykum” oder „Es-Selamu aleykum”. Sie ist zugleich eine Ibadet. Dieser Gruß wird mit „Wa aleykum Selam” erwidert.
Der Gruß sollte auf die schönste Art erwidert werden. Denn Allah Te’ala sagt in der Sure an-Nisa, 4:86 Folgendes: „Wenn ihr mit einem Gruß begrüßt werdet, dann grüßt mit einem noch schöneren Gruß oder erwidert ihn (gleichermaßen). Wahrlich, Allah zieht für alle Dinge zur Rechenschaft.”
Wie man sieht, gehört die Begrüßung zu den von unserem erhabenen Herrn befohlenen Dingen.
Ein Mann kam zu unserem Propheten (s.a.w.) und grüßte ihn mit „Es-Selamu aleykum”. Der Prophet erwiderte ihn mit „Wa aleykum Selam” und sagte dann: „Für dich gibt es zehnfache Belohnung.”
Ein anderer grüßte ihn mit „Es-Selamu aleykum wa rahmatullahi” und der Prophet erwiderte ihn gleichermaßen mit „Wa aleykum Selam wa rahmatullahi” und sagte: „Für dich gibt es zwanzigfache Belohnung.”
Ein Dritter grüßte ihn mit „Es-selamu aleykum wa rahmatullahi wa barakatuhu”. Nachdem unser Prophet ihn mit demselben Gruß zurückgrüßte sagte er: „Für dich gibt es dreißigfache Belohnung.” (Durrat an-Nasihin, S. 59)
Auf der Grundlage des obigen Ayets, den ich rezitiert habe, sind sich die islamischen Gelehrten darüber einig, dass es eine Sunna ist, zu grüßen und eine Farz (Pflicht) ist, den Gruß zu erwidern. Das Grüßen ist eine sunna kifaya (gemeinschaftliche Sunna) und den Gruß zu erwidern ist eine fard kifaya (eine gemeinschaftliche Fard). Mit anderen Worten: Wenn eine Person innerhalb einer Gruppe grüßt, so reicht es aus und die anderen müssen nicht extra grüßen. Dementsprechend entfällt auch die Pflicht des Erwiderns für die gesamte Gruppe, wenn eine Person innerhalb der anderen Gruppe zurückgrüßt. Jedoch müssen beide Personen den Gruß hörbar sprechen beziehungsweise erwidern.
Bei jeder Begegnung sollte das Gepräch mit dem Gruß eröffnet werden. Denn der Gruß stellt eine Basis für das Kennenlernen, das Zusammenwachsen, für die Liebe und den Frieden dar.
Es gehört zu den guten Bräuchen (ādāb), dass eine berittene bzw. fahrende Person den Fußgänger, der Fußgänger den Sitzenden, der Hintere den Vorderen und der Jüngere den Älteren zuerst grüßt.
Da der islamische Gruß den Gottesnamen „Selam” beinhaltet sollte man mit ihm behutsam und respektvoll umgehen. Deshalb ist es verpönt (makruh), während des Ezan und der Iqama, während der Hutbe und der Predigt in der Moschee zu grüßen. Darüber hinaus ist es auch verpönt, einen Betenden, einen, der aus dem Kur’an rezitiert, den Lehrer während des Unterrichts, den Richter während eines Prozesses, den Bettler beim Betteln, jemanden, der eine verbotene Handlung durchführt oder jemanden auf der Toilette zu grüßen.
Rasulullah (s.a.w.) sagte: „Bei dem, in dessen Hand meine Seele ist, ihr werdet nicht in die Dschennet eingehen, bis ihr den Iman verinnerlicht habt. Ihr werdet den Iman nicht verinnerlicht haben, bis ihr einander liebt. Soll ich euch etwas sagen, dass ihr euch lieben werdet, wenn ihr es tut? Verbreitet den Selam-Gruß (Friedensgruß) unter euch! (Muslim, Iman, 54)
Die schönsten Namen sind die von Allah Te’ala. Lasst uns einander nicht einen der schönen Namen Allahs, „Selam”, vorenthalten. Lasst uns unseren Glaubensgeschwistern, die wir kennen oder nicht kennen, die Grüße Allahs in der besten Art mitteilen. Lasst uns auf die beste Art und Weise zurückgrüßen, wenn wir gegrüßt werden.
Verehrte Muslime,
in unserer heutigen Hutbe geht es um die Bedeutung des „Selam”, des Grußes im Islam.
Der Islam hat die Muslime zu Brüdern und Schwestern erklärt und den Fortbestand dieser Brüderlichkeit an bestimmte Grundsätze geknüpft. Einer von ihnen ist der Gruß.
Gegenseitige Grüße tragen dazu bei, die Zuneigung zwischen den Muslimen zu verbreiten und das Gefühl der Brüderlichkeit zu stärken. Das Grußwort „Selam (Friede)” ist einer der schönsten Namen Allahs.
Die Begrüßung mit dem Grußwort „Selam” ist gleichzeitig ein Bittgebet für ein langes und fruchtbares Leben, frei von Sorgen und Schlechtigkeiten. Die Dschennet wird daher als „dar as-selam” bezeichnet, was so viel heißt wie das Haus des Friedens. Denn sie ist ein Ort, an dem Leben frei von aller Art von Sorgen stattfindet.
Die Begrüßung gehört zu der Sunna des Islams und erfolgt lediglich mit Formeln, die den Namen Allahs „Selam” beinhalten, wie „Selamun aleykum” oder „Es-Selamu aleykum”. Sie ist zugleich eine Ibadet. Dieser Gruß wird mit „Wa aleykum Selam” erwidert.
Der Gruß sollte auf die schönste Art erwidert werden. Denn Allah Te’ala sagt in der Sure an-Nisa, 4:86 Folgendes: „Wenn ihr mit einem Gruß begrüßt werdet, dann grüßt mit einem noch schöneren Gruß oder erwidert ihn (gleichermaßen). Wahrlich, Allah zieht für alle Dinge zur Rechenschaft.”
Wie man sieht, gehört die Begrüßung zu den von unserem erhabenen Herrn befohlenen Dingen.
Ein Mann kam zu unserem Propheten (s.a.w.) und grüßte ihn mit „Es-Selamu aleykum”. Der Prophet erwiderte ihn mit „Wa aleykum Selam” und sagte dann: „Für dich gibt es zehnfache Belohnung.”
Ein anderer grüßte ihn mit „Es-Selamu aleykum wa rahmatullahi” und der Prophet erwiderte ihn gleichermaßen mit „Wa aleykum Selam wa rahmatullahi” und sagte: „Für dich gibt es zwanzigfache Belohnung.”
Ein Dritter grüßte ihn mit „Es-selamu aleykum wa rahmatullahi wa barakatuhu”. Nachdem unser Prophet ihn mit demselben Gruß zurückgrüßte sagte er: „Für dich gibt es dreißigfache Belohnung.” (Durrat an-Nasihin, S. 59)
Auf der Grundlage des obigen Ayets, den ich rezitiert habe, sind sich die islamischen Gelehrten darüber einig, dass es eine Sunna ist, zu grüßen und eine Farz (Pflicht) ist, den Gruß zu erwidern. Das Grüßen ist eine sunna kifaya (gemeinschaftliche Sunna) und den Gruß zu erwidern ist eine fard kifaya (eine gemeinschaftliche Fard). Mit anderen Worten: Wenn eine Person innerhalb einer Gruppe grüßt, so reicht es aus und die anderen müssen nicht extra grüßen. Dementsprechend entfällt auch die Pflicht des Erwiderns für die gesamte Gruppe, wenn eine Person innerhalb der anderen Gruppe zurückgrüßt. Jedoch müssen beide Personen den Gruß hörbar sprechen beziehungsweise erwidern.
Bei jeder Begegnung sollte das Gepräch mit dem Gruß eröffnet werden. Denn der Gruß stellt eine Basis für das Kennenlernen, das Zusammenwachsen, für die Liebe und den Frieden dar.
Es gehört zu den guten Bräuchen (ādāb), dass eine berittene bzw. fahrende Person den Fußgänger, der Fußgänger den Sitzenden, der Hintere den Vorderen und der Jüngere den Älteren zuerst grüßt.
Da der islamische Gruß den Gottesnamen „Selam” beinhaltet sollte man mit ihm behutsam und respektvoll umgehen. Deshalb ist es verpönt (makruh), während des Ezan und der Iqama, während der Hutbe und der Predigt in der Moschee zu grüßen. Darüber hinaus ist es auch verpönt, einen Betenden, einen, der aus dem Kur’an rezitiert, den Lehrer während des Unterrichts, den Richter während eines Prozesses, den Bettler beim Betteln, jemanden, der eine verbotene Handlung durchführt oder jemanden auf der Toilette zu grüßen.
Rasulullah (s.a.w.) sagte: „Bei dem, in dessen Hand meine Seele ist, ihr werdet nicht in die Dschennet eingehen, bis ihr den Iman verinnerlicht habt. Ihr werdet den Iman nicht verinnerlicht haben, bis ihr einander liebt. Soll ich euch etwas sagen, dass ihr euch lieben werdet, wenn ihr es tut? Verbreitet den Selam-Gruß (Friedensgruß) unter euch! (Muslim, Iman, 54)
Die schönsten Namen sind die von Allah Te’ala. Lasst uns einander nicht einen der schönen Namen Allahs, „Selam”, vorenthalten. Lasst uns unseren Glaubensgeschwistern, die wir kennen oder nicht kennen, die Grüße Allahs in der besten Art mitteilen. Lasst uns auf die beste Art und Weise zurückgrüßen, wenn wir gegrüßt werden.